60 Jahre BRD – ein Pflegefall erinnert sich

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Abteilung A.P.W.

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Sie kennen mich vielleicht noch, ich bin der Typ der seitenlange Monologe hält und stinkt. Jetzt bin ich wieder da und stinke immer noch, aber mit dem Monokel ist endgültig Essig, schliesslich habe ich jetzt einen Blog. Damit wird jedes noch so selbstverliebte Geschwurbel zu Journalismus aufgewertet, wobei das wohl heutzutage auch keine echte Aufwertung mehr ist. Wer jetzt allerdings hochwertige Satire und Unterhaltungshighlights in formvollendeten Sätzen nach den Regularien der deutschen Rechtschreibung erwartet, kann gleich wieder abdackeln. Hier gibts nur billigste Zoten, geschmacklose Collagen, schlecht gezeichnete Cartoons ohne Witz und langatmige Polemik ohne Pointe. Nazikeule und Menschenverachtung sind die einzigen Stilmittel die hier dilettantisch missbraucht werden. Wer allerdings immer noch lacht wenn andere schon kotzen müssen und sich am Sack kratzt um Gesellschaftskritik zu üben wird hier sicher gut unterhalten. Was dann natürlich nur all die Anwälte sein können, deren Abmahngeschäft zur Zeit schleppend läuft.
Viel Spass!

Abteilung Der billige Witz

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Abteilung Das Vaterland kurz vor der Rente

Am Anfang waren Hitler und seine Nazis, dann war einige Zeit lang nix  -GARNIX- schon gar nicht in Bayern, höchstens irgendwo im Ausland. Als unverschuldet in Not geratenes Grossreich wurde der heimatliche Hausrat dann von Inkassorussen & Amiheuschrecken zerschlagen, zwecks Schulden-regulierung getrennt runtergewirtschaftet und schliesslich wieder inzestuös fusioniert um Verwaltungskosten einzusparen. So schnell könnte sie erzählt sein, die Story hinter dem teutonischen Rabaukenstaat dem niemand lange böse sein kann. Fehler wurden gemacht und Gedenkstätten errichtet, Kriege verloren und Märkte gewonnen. Jetzt scheint wieder die sonnige Demokratie auf die wehenden Flaggen und der scheue Stolz auf die „grantelnde Nation“, so lange verfolgt und brutal unterdrückt, lugt verängstigt hinterm Verbrennungsofen vor. Und ja, ich bin scha-dolz ein deutsches Holz zu sein. Denn, wie sehr müsste ich mich doch schämen, wenn ich ein Wirsing wär. Und aus diesem zärtlichen Gefühl der Heimatliebe heraus möchte ich dem Land, dem ich nicht nur die Befreiung vom ekligen Iwan sondern auch meine monatliche Überweisung vom Arbeitsamt verdanke, eine herzliche Hommage widmen.

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Stunde Null, nach Bombenholocaust und Vertreibung hat das Leid fürs Reich endlich ein Ende. Der Ofen ist aus, der tausendjährige Drops gelutscht, Schicht im Schacht! Die Trümmerfrauen beginnen mit dem Frühjahrsputz und räumen die Verantwortung der Allgemeinheit für den aufgezwungenen Vernichtungsfeldzug gegen Deutschland aus dem Weg. Einziger Lichtblick: Persil wäscht alle braunen Westen wieder arisch weiss.

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Während in der SBZ Walter Ulbricht mit den Worten: „Niemand hat die Absicht einen Unrechtsstaat zu errichten.“ den Startschuss für Abtreibungen und Mauerfilme mit Veronica Ferres gab, erholen sich die Menschen im freien Teil Deutschlands nach anfänglicher Siegerjustiz in Nürnberg schnell von ihrer Vergangenheit und rasen auf der Strasse des Vergessens ins Wirtschafts-wunderland. Unterwegs noch Pinkelpause in Bern mit anschliessendem Fussballwunder (Dopingkontrolle entfällt).

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Die Hippies werden plötzlich frech! Trotz Wohlstand und grosser Koalition maulen die langhaarigen Bombenleger rum und stellen unangenehme Fragen wie: „Wo gehts denn hier zum Bahnhof?“ Die Tätergeneration gibt sich ratlos: „Fragt doch die Juden!“ Auch Frauen stellen plötzlich ihre Rolle als Haus- & Hofsklave in Frage und fordern mehr Rechte. Die NPD reagiert prompt und marschiert in einige Länderparlamente ein.

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Nach Jahren des Jammers über Planwirtschaft und menschenrechtswidrigen Bananenmangel wird die Zone schliesslich vom „ewigen Kanzler annektiert, um der wirtschaftlich abrutschenden Bundesrepublik einen neuen Absatzmarkt für Autos zu erschliessen. Der Jubel ist grenzenlos, obwohl die marode Mauer ohnehin weder Ochs noch Esel vom Begrüssungsgeld hätte fernhalten können. Erich Honecker flieht nach Chile und die inhumanste Diktatur, die es je auf deutschem Boden gab, ist endlich zu Ende.

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Nach anfänglichen Zwistigkeiten unter Geschwistern raufen sich die Deutschen zusammen und entwickeln trotz Solidaritätszuschlag und sächsischem Dialekt eine gemeinsame Leitkultur für die nächsten 1000 Jahre. In Rostock-Lichtenhagen feiern die frisch Integrierten Ossis ein rauschendes Grillfest und hauen all jene auf den Rost, die es nicht in den 1.FC Deutschland geschafft haben. Kohl verspricht blühende Landschaften die nicht an der Oder-Neiße- Linie enden müssen, aber nach der gewonnenen Fussball-WM wird man ja wohl mal wieder träumen dürfen.

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Geschichte wiederholt sich, die Generation Doof verklärt die einstigen Schrecken der SED-Diktatur und gibt in Umfragen sogar an, Erich Mielke wäre der erste Kaiser des Unrechtsstaates BRD gewesen. Killerspiele, Islamisierung und Pornorap tun ihr übriges um die deutsche Nachzucht nachhaltig zu verderben. Die Folge: Amokläufe, Wirtschaftskrise und die Gründung der PBC. Dunkle Wolken wölben das heimatliche Himmelszelt der Volkszufriedenheit. Toni der Assi ruft in Mannheim den „Vaterstaat Hurensohn“ aus, aber der Putsch scheitert an der aktuellen Pisa-Studie, die einfach viel mehr mediales Hallo aus der Hose kitzelt.

Eine bewegte Geschichte also, die der Dreck unter unseren Plattenbauten hinter sich hat. Aber mag es auch noch so finster scheinen, am Ende gewinnen doch immer die Deutschen. Und grade jetzt, wo die rettenden Wahlen so nah sind, sollten wir die Köpfe nicht in die selbst eingebrockte Suppe hängen, sondern hoch erhobenen Hauptes unser Land wieder kopfüber auf die Füsse stellen.
Denn DU bist Deutschland – deal with it!

Abteilung noch ist Bohlen nicht verloren!

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Der allseits beliebte Unterhaltungskünstler Dieter B. sorgt sich um seine Altersbezüge. Das ehemalige Mitglied (heut ohne) der DKP scheint am maroden Modell der sozialen Marktwirtschaft zu zerbrechen: „Sozial? – Ich hab ja schon viel Scheisse gesehen, aber das klingt auch noch wie frisch ausgeschissen!“ Die Verbitterung sitzt tief, trotz eines Lebens voller Erfolge steht der kritische Liedermacher (you can win if you want, you can win if you want – original mix) heute mit leeren Händen da. Der 55-Jährige muss sich in entwürdigenden Werbespots für Würstchen, Margarine und der DB-AG prostituieren, um wenigstens etwas Geld für den Lebensabend auf die hohe Kante zu bekommen. Die psychologischen Qualen, sich inmitten dieser oberflächlichen Konsumwelt als Medienmarktschreier anbiedern zu müssen, haben sich tief in das UV-gegerbte Gesicht gegraben. Sein symphatisches Lächeln, einst Ausdruck revolutionärer Lebensfreude, ist zur verkaufsfördernden Fratze erstarrt. Ein Beispiel von vielen, wie lange wollen wir den hässlichen Anblick der Altersarmut in unserem Land noch ignorieren?

Abteilung Messer, Molly & P8 sind für Kinder nicht gedacht

Jung sein in Deutschland, das hiess lange Zeit: Aufwachsen im schönsten Land der Welt, inmitten Wohlstand und Sicherheit von Staat und Elternhaus behütet. Doch diese sorglosen Tage sind passé. Die „Generation Porno“ schlittert sturzbesoffen ins Verderben, und sie reisst uns alle mit. Werte und Moral sind den meisten allenfalls aus Strategiespielen bekannt. Ihre Vorbilder heissen nicht mehr Beckstein und Westerwelle, sondern Bushido und seine Mutter, ihre Berufswünsche sind längst nicht mehr Arzt und „Arzt heiraten“ sondern Zuhältergangsterboss und Promi-Schlampe. Zu lange war die Elterngeneration blind für die Gifte, welche die Gedanken ihrer Kinder aus der Reihe marschieren liessen: Graubrot, 3D-Puzzles und Negermusik mutierten ehemals artig-strebsame Engel zu den gewalttätigen ADS-Monstern von heute.

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Und jetzt bricht sich diese Verwahrlosung Bahn: Selbst Mädchen, früher mit Puppen und Spielzeugherd behutsam auf ihre spätere Rolle als Exklusiv-Nutte vorbereitet, drehen heute dank „Barbies Abenteuer auf dem Reiterhof“ und Hosenanzügen durch sobald die Realität bei der ersten Niederkunft mit 15 mit ihrer verkorksten Traumwelt kollidiert. In Magazinen, TV und Kinematographentheater wird ihnen von klein auf eine Illusion von wahrer Liebe, Selbstverwirklichung und Ponyreiten schmackhaft gemacht, die der nüchternen Wirklichkeit in Bottrop und Buxtehude nicht standhalten kann. Unrealistische Schönheitsideale wie Tine Wittler und Alice Schwarzer schüren noch zusätzlich das ohnmächtige Gefühl vieler Mädchen den Erwartungen dieser Gesellschaft nicht mehr gerecht werden zu können. Kurzschlussreaktionen sind da natürlich vorprogrammiert.

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Doch wie sehen die populistisch wirksamen Patentlösungen für derart verzwickte Probleme aus? Verbieten, Ausspionieren und Wegsperren? Na aber Hallo, und ein paar pädagogische Handkanten ins Gesicht haben auch noch keinem geschadet! Was, wenn nicht blinder Aktionismus gegen die letzten Freuden die ein junger Mensch hierzulande noch haben kann, soll unsren Nachwuchs denn sonst wieder in die richtige Spur im Leben einsortieren? Nur ohne Gotcha, Gangsterap und Gomasaufen werden aus potenziellen Amokläufern wieder mitleidlose Mitwirkende im globalen Selbstzerstörungs-wettbewerb, die ihre Extreme so ausleben wie ihre Eltern: Hinter geschlossenen Gardinen und bei laut aufgedrehtem Fernseher!

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Abteilung Schmierinfektion

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Abteilung Electro Gecko

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Ach was muss man oft von bösen Gangstern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Mord und Totschlag hiessen… So fängt es meist an wenn irgend ein Schreiberling der Kulturredaktionen mal wieder eine Schmähschrift über Deutschrap aufs Papier kotzt, um seinen distinguierten Lesern mit Gruselgeschichten von Ghetto und Frauenverachtung einen wohligen Schauer der intellektuellen Überlegenheit durch die Hirnrinde zu peitschen. Doch würde er nur etwas genauer hinschauen, könnte er erkennen das es wahre Moralapostel unter den Sprechgesangskünstlern zuhauf gibt. Wie beispielsweise 武士道 aus Berlin, der es sich zur Aufgabe gemacht hat jungen Menschen Halt und Werte durch die altehrwürdigen Tugenden der Samurai näher zu bringen.
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Ein Musiker, der stets nach höheren Ebenen der geistigen Vervollkommnung strebt und sein Leben völlig den strengen Verhaltensregeln (Dōjōkun) der japanischen Kriegerkaste untergeordnet hat:

1. Es ist eine Pflicht, nach der Perfektion des Charakters zu streben
2. Folge dem Ideal der Wahrheit.
3. Mühe Dich, Deinen Geist zu kultivieren.
4. Achte die Regeln der Etikette
5. Hüte Dich vor ungestümem Übermut.
6. Hättest du meine Mutter gesehen oder gefilmt, ich hätte deinen Kopf abgeschnitten.

Diese noblen Grundsätze spiegeln sich auch in seiner epischen Sangeskunst wider. Schon auf seinem ersten Album „Shogun der Shogune“ setzte 武士道 Massstäbe und grenzt sich deutlich vom üblichen Zuhälterimage der Szene ab. Sein zweites Meisterwerk verhalf ihm schliesslich zum verdienten Durchbruch und transportierte seine fernöstlichen Weisheiten in hunderttausende Kinderzimmer der Republik.
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Seine technisch versierten Texte haben nicht selten auch erzieherische Wirkung. Wie z.B. sein Einsatz für mehr Sicherheit beim homoerotischen Abklatsch-Spiel: „Ich jag dich und deine Boys, pass gut auf wohin du läufst!“ Oder seine eindringlichen Verse für die Einhaltung eines gesunden Biorhythmus: „Der Horizont wird schwarz, es wird jetzt Zeit fürs Bett!“ Aber auch radikaler Feminismus und die Forderung nach mehr weiblichen MC´s sind dem Strassenpoeten eine Herzensangelegenheit: „Rede nicht von Rap wenn du zum bluten nicht bereit bist!“ Bleibt nur zu hoffen das die sogenannten Experten in den Feuilletons sich in Zukunft etwas genauer mit diesem Thema befassen, damit Ausnahmetalente wie 武士道 auch bei ihren Lesern eine Chance bekommen!

Abteilung Massenvernichtungsökologie

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Wirtschaftskrise ist, wenn man trotzdem lacht. Und die oberen Zehntausend haben glücklicherweise immer was zu lachen, wenn nicht grad Sozialismus ausgebrochen ist. Aber von wegen Zusammenbruch und Linksruck, die deutsche Industrie brummt wie ein Bär im Bienenstock! Trotz leichtem Einbruch verteidigte der drittgrösste Waffenproduzent 2008 seinen Titel als Exportweltmeister zum 6.Mal in Folge. Und straft damit allem pazifistischen Unken Lügen. Von wegen „Wohlstand schaffen ohne Waffen“!

Abteilung pimp my soul

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Abteilung Ach ja, und..

Liebe Lady Bitch Ray, war nicht angenehm zu hören das du mit zerebralem Zusammenbruch und allgemeinem Burnout in der Psychiatrie gelandet bist. Und grade weil ich dich und deine Musik eigentlich immer auf uninteressante Weise ganz nett fand, erlaube mir doch eine Frage: Diese Sache mit dem „Tabus ficken“, darf man drauf hoffen dass das bei deinem Kurzzeitarbeitgeber ähnliche Folgen hat?  Na ja,  zumindest dir gute Besserung, wa!?

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