Kein Schwein spamt mich voll!

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abteilung man muss jetzt einen schnitt machen

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abteilung AngSt.,. -ParANOia– .,,WahNWiTz….

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Ich fühle mich in letzter Zeit äusserst ungeliebt, einsam und von der ganzen Welt mit Missachtung bedacht. Ich bekomme nämlich kaum noch Spam-Mail, schon gar nicht jene die mir Viagra anpreisen oder gar ein Angebot für nen Low-Price-Swine-Flu-Fix – nix! Meine Potenz und das allgemeine Befinden geht den globalen Powersellern scheinbar am Arsch vorbei. Doch was habe ich nur getan, womit habe ich das nur verdient? Selbst die sonst so umtriebigen Callcenter erfreuen mich nun schon seit Wochen nicht mehr mit ihren ungebetenen Anrufen. Aber ich habe es mir vermutlich selbst zuzuschreiben! War es denn zuviel verlangt, zumindest einige Minuten zuzuhören was die ohnehin schon so vom Abschlussdruck geknechteten Damen und Herren mir über Versicherungen oder die SKL zu erzählen hatten? Wäre es nicht sogar möglich gewesen, das mir ihre psychologisch straff durchorganisierte Rhetorik neue, interessante Einblicke in die Mechanismen der ökonomisch optimierten Argumentation gegeben hätte? Aber nein, der feine Herr hielt es ja für ach so witzig sie stattdessen mit debilem Gegrunze, gellendem Geschrei oder Anekdoten über den morgendlichen Stuhlgang zu verprellen. Einmal hab ich eine nett klingende Dame sogar aufs Übelste beschimpft. OK, ich war zwar betrunken, aber kann man es sich wirklich so einfach machen? Warum all der Hass? Nur weil sie sich die Zeit genommen haben mich anzurufen, mein Name im Telefonbuch so offen und freundlich klang? Wieviel Glaube an das Gute im Menschen habe ich wohl, im egoistischen Wahn „meine Ruhe“ haben zu wollen, für immer vernichtet? Nun habe ich meine Ruhe, nicht einmal die FDP, die sich sonst ja für nix zu schade ist, forderte mich per E-Mail oder SMS zum Wählen ihrer Partei auf. Vermutlich bin ich als registrierter Arbeitsloser für sie ohnehin nicht zielgruppenrelevant, ich hab ja nicht mal n Handy! Jetzt steh ich da, bei jedem Gespräch über den Wahnsinn unerwünschter Werbung kann ich nur beschämt zu Boden schauen. Noch bin ich nicht bereit mich zu outen und auch die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben. Derzeit bemühe ich mich jede Postwurfsendung von Aldi und Co. sorgfältig zu lesen und den Herausgebern liebenswerte Leserbriefe zukommen zu lassen. Bisher zwar ohne Erfolg, aber ich weiss das ich mir meinen Stand als zu umwerbender Konsument erst wieder erarbeiten muss. Denn man mag über die PR-Strategen sagen was man will, ihre Geduld ist endlich und sie haben es längst nicht mehr nötig renitente Spinner wie mich weiterhin mit Kaufanreizen zu überschütten. Und doch, ich will wieder ein respektierter und umschwärmter Teil unserer wunderbaren Komakonsum-gesellschaft werden, um jeden Preis! Drum werde ich ab sofort, ich schwöre es hier feierlich, jeden Spam lesen, jeden Link anklicken und alle nur erdenklichen persönlichen Daten unaufgefordert an die Absender zurücksenden. Denn, dieses Gefühl, von automatisierten Versenderoutinen beachtet zu werden kann man einfach nicht im „Real-Life“ finden. Bei Gott, ich habs versucht!

FREUNDSCHAFT!

abteilung toastart

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abteilung endlich bricht zusammen, was zusammen gehört

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Man muss sich entschuldigen, aufgrund wichtiger folkloristischer Verpflichtungen (Saufen, Randale) konnt ich sie leider nicht termingerecht in ihrer, sicherlich überschwenglich-ausgelassenen, Feiertagsstimmung humoristisch unterstützen. Allerdings sollten sie Nachsicht üben, immerhin bin ich als Ossi zu regelmässiger Arbeit schon rein genetisch nicht mehr fähig. All das Un aus knapp 8 Jahren Unrechtsstaat steckt mir noch immer übel in den Knochen und die fast einjährige Gehirnwäsche in der Freien Deutschen Jugend hat tiefe Kratzer in den marktwirtschaftlich relevanten Prozessorstrukturen hinterlassen. Konsequenterweise konnte ich es bisher auch nie länger als ein halbes Jahr an einem herkömmlichen Arbeitsplatz aushalten und habe die Bemühungen inzwischen auch ganz eingestellt. Seitdem widme ich mich hier der propagandistischen Unterstützung der Reinstallation bolschewistischer Mörderbanden in den Schaltzentralen der Macht.

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Klingt komisch, is aber so. Denn auch wenn Mauerfall und Ostblockimplosion für den Fortbestand der Marktwirtschaft unverzichtbar waren, um die stetige Wachstumsgier zu befriedigen scheinen die neuen Absatzmärkte mit den billigen Arbeitssklaven wohl auf Dauer nicht zu genügen. Jetzt sehen unsere Wohnungen zwar endlich aus wie im Quellekatalog, aber uns fehlt noch dieses gefriergetrocknete Dauergrinsen der darin drappierten menschlichen Dekoartikel. Won`t you let us smile, Schweinesystem? Von der derzeitigen Verschnupftheit sollte man sich nicht beirren lassen, selbst wenn die Antikörper nun naturgemäss ein wenig mehr Wind in die Segel geblasen bekommen. Die berechnende Balance von Besitz und Bequemlichkeit bleibt bestehen. Und hört ihr den Moloch auch husten, mehr als bräunlicher Auswurf wird derzeit nicht zu erwarten sein. Immerhin, am Kapitalismus selbst ist ja noch niemand gestorben, er baut nur im ganz und gar komischen Kontrast zum AIDS-Virus eine schleichende Immunität gegen Inhumanität auf.

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Der grosse Kampf scheint derzeit eher jener zwischen der gegenseitigen Ausbeutung freier Menschen in den westlichen Demokratien und der staatlich organisierten Ausbeutung nach Plan der Chinesen zu sein. Das Kapital kotzt Brocken und die Klassen kämpfen um ihren Anteil, oder sie lassen kämpfen oder kämpfen nur um des Kampfes willen. Was will man mehr? Der Kommunismus hat verkackt, selbst die Linkspartei ist nicht mehr als eine blasse Erinnerung an jene Ziele mit der die SPD einst angetreten ist. Ihr heute ausgelobter Kapitalismus mit menschlichem Antlitz kann sich vor Scham nicht einmal mehr selbst im Spiegel ansehen. Die Marktwirtschaft wird uns wohl noch ein Weilchen erhalten bleiben, nur der soziale Ballast wird wohl auf Dauer weichen müssen.

abteilung heut bin ich mal faul..

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abteilung the yellow terror in all his glory

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(Eigensatire FDP)

Ein riesengrosses Rofllolmao-Hallo ans angeschwemmte Websvolk. „Das Böse ist immerr und überrrall“ rollte es einst der EAV die Zunge rauf und runter, doch auch das Gute verfängt sich dann und wann im Treibnetz der modernen Hochtechnologiefischerei. Bla Bla neue Medien Blablabla. Aber was wirklich interessant ist: Seit geraumer Zeit teile ich meinen überdachten Lebensraum mit einer Fliege und die ist, soviel sei verraten, ein ganz und gar in seiner Nützlichkeit unterschätztes Haustier. Denn sobald ihre Anflüge auf meine Person jene auf Mülleimer und Toilette übersteigen, habe ich einen 1-A Indikator, das mal wieder ein Kurzbesuch in Duschhausen ansteht. Ich würde sogar soweit gehen, dieses Frühwarnsystem mit den Kanarienvögeln in Bergwerken zu vergleichen. Immerhin könnten auch meine Körperausdünstungen den Sauerstoffgehalt meiner Atemluft negativ beeinflussen. Nicht das mir mein von Natur aus männlich-herber Eigengeruch peinlich wäre, andere bezahlen immerhin viel Geld um sich mit den Aftersekreten eines Moschusochsen odoren Sexappeal zu erschleichen. Allerdings ist es wiederum keine Eitelkeit, seinen Körper auch mal unabhängig vom eigenem Sexualverhalten zu entkrusten. Aber im Grunde, und hier setzt der widerliche Themenzwang meines Blogs an, wollt ich heut einmal über die FDP ablaichen (ohne „i“ macht das übrigens gleich nochmal soviel Sinn, ist aber nicht mehr witzig, was ja ohnehin schon äussert dürftig.. KLAMMER ZU!!!)

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(Bomben, Mauer, Wasser – die FDP baut Sachsen schon seit dem Mittelalter immer wieder auf!)

Und um von diesen ganzen irreführenden Ablenkungen endlich mal mitten ins Thema zu eyjacoolieren (TM): Der festsitzende Deregulierungs Pickel der postnat(ion)alen Parteienlandschaft polterte sich mit penetranter Plumpgrunzplakatierung zurück in pekuniär passable Regierungsposten und beim Prekariatspöbel prangt die p(P)lanke Panik auf der Stirn. Rudelt ab jetzt der unrasierte Sozialdarwinismus durch die dunklen Ecken der gebeutelten Klassen, um die letzten Lücken subventionierter Faulheit mit Stahlbeton zu verfugen? Was will die FDP und vor allem, sollte man transitionale Grenzschicht-Strömungen in axialen Turbinengittern an der Haustür berechnen? Numerisch gar? Oder lieber gleich zum Hautarzt? Auf den ersten Blick wirken zwar selbst die erstklassigsten Vertreter der FDP noch wie zweitklassierte Drittklässler beim Grammatikrodeo, doch man sollte sich nicht von der oberflächlichen Harmlosigkeit über die programmatische Erbarmungslosigkeit hinwegtäuschen lassen. Die Wirtschaftsliberalen fürchten weder Tod noch Teufel oder sonstige Geschäftspartner, mit eiskalter Ehrlichkeit hobeln sie dem Wähler die weichen Töne von Sozialstaat und Chancengleichheit aus den Routinen und lassen die ungeschminkte Wahrheit über die künftige Weichenstellung der Marktwirtschaft im Stechschritt aufmarschieren. Mit der Fackel der feudalen Freiheit bewaffnet, stehen sie für ihre Stände und leuchten dem Gesinde den Weg in die Minderleistermündigkeit. Ausschliesslich die Rechte der rechtskräftig als Elitenleistungsbürger beurteilten schmücken ihre Fahnen, nicht jene der unterqualifizierten Unterschichtenmenschen. Und in furchtsamer Ergebenheit bückt sich der Urnenpöbel vorm gottgewollten Lenkungsanspruch dieser Casio-Kapitalisten und ihrer Kollaborateure. Oder hab ich das jetzt alles nur geträumt? Steuert der schwarz-gelbe Seelenverkäufer gar mit voller Fahrt ins neoliberale Lummerland, wo die Steuererleichterungen vom Himmel fallen und ein jeder an der reich gedeckten Bürgerversicherungstafel schmausen kann? Wo der Mittelstand in Strömen fliesst und der Aufschwung in mundgerechten Happen durch die Lüfte wabert. Wo Milch und Honig die Prognosen salben und der Aktienmarkt nach Ambrosia schmeckt… Und wenn sie beim Lesen nicht gestorben sind, erfahren sie`s demnächst bestimmt. Ich für meinen Teil werde in froher Erwartung verharren. Warum auch nicht? Aber immer dran denken:

„Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest soll woanders hingehen.“
Dr.Thilo Sarrazin (SPD)

abteilung ich hab die homo sapiens..

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