Allet wie jehabt!

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abteilung selig sind die siechen

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abteilung AngSt.,. -ParANOia– .,,WahNWiTz….

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Bald 2 Jahre ist es nun also her, das mir folgender Gedanke durch den Schädel tropfte: „Hey, irgendwie gehst du allen mit deinem Kulturpessimismus und den sarkastischen Bemerkungen tierisch auf den Sack, du solltest mal „irgendwas mit Internet“ machen! Und nun sitz ich hier, nach einem Jahr BrummKreisel (netto) und versuche mir angestrengt ein paar flotte Floskeln für die Wiedereröffnung aus dem Gedankenzwirbel zu schwitzen. Nicht so leicht nach knapp halbjähriger Pause hier wieder fulminant mit Worten zu hantieren, zumal das Tourette des Trivialen, das ja mittlerweile vollständig den Zeitgeist der allgemeinen Restauration bestimmt, ein wenig langweilt. Vielleicht sollte ich lieber ein paar organisatorische Anmerkungen machen, statt mir hier wie üblich einen auf den Wahnsinn unserer Welt zu wichsen. Also, der BrummKreisel wird in Zukunft endgültig wieder als wöchentliche Ausgabe erscheinen, ABER ich werde trotzdem das Material auch unter der Woche hier einzeln veröffentlichen sobald es fertig ist und es anschliessend Samstag oder Sonntag zusammenfassen. Das mag in Bezug auf eventuelle Kommentare oder Verlinkungen nicht die Ideallösung sein, aber mir gefällt die Magazinpräsentation einfach deutlich besser. In meinen Augen ist das ein guter Kompromiss zwischen Aktualität und Stil, den ich jetzt erstmal so fahren werde, deal with it bitches! Eventuell haben sie auch schon die neuen Rubriken bemerkt, die sich dort oben ungezwungen aufhalten, da gibts irgendwie Zeugs und Gedöns von früher und demnächst. Vorallem die Cartoon-Rubrik sollten sie nebenbei im Auge behalten, ich werde versuchen dort regelmässig neue Cartoons (und so) zu veröffentlichen. Ansonsten bleibt eigentlich alles wie gehabt, was soll auch weiter werden, ausserhalb des Internets läuft ja ohnehin seit Jahrzehnten die immer gleiche Grütze: Irgendwelche Befreiungskriege in Afrika, kollabierende Atommeiler, Wirtschaftskrise und selbsternannte Menschen bei Maischberger die diese ganze Sosse sämig quatschen. Im Grunde hät ich nicht übel Lust mal wieder eine längere Auszeit von der Satire zu nehmen. Aber was solls, irgendwie muss man sich ja auch mal für den anstrengungslosen Wohlstand revanchieren. Ach ja, irgendwie scheint das noch nicht vollends beim Lesergesocks durchgesickert zu sein, aber bei einigen Bildbeiträgen behalten wir uns den Service vor, auf eine höhere Auflösung oder auf anderes, möglicherweise auch externes Material zu verlinken. Sollte sich ihr Mauszeiger beim überqueren eines Bildes verändern (z.B. in eine stilisierte Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger) scheuen sie sich nicht einmal „drauf“ zu klicken. Allgemein wird der BrummKreisel übrigens in 1600×1200 Pixel oder höher angefertigt und auch für diese Auflösung optimiert, wir bitten das bei eventuellen Proportionsproblemen zu berücksichtigen. Ansonsten bleibt vermutlich alles beim Alten, auch wenn die heutige Ausgabe noch ein wenig mager ausfallen dürfte. Glücklicherweise konnte ich ein paar Gastarbeiter verpflichten, die mir hier ein wenig über die ersten Startschwierigkeiten hinweghelfen. Der BrummKreisel bedankt sich recht herzlich bei Sascha und Veith für ihre ehrenamtliche Mitarbeit. Und auch ihnen, Zielgruppenkonsument, ist mein Dank gewiss, dafür das sie den BrummKreisel über all die langen Monate des Stillstands nicht vergessen haben. Hoffentlich hat sich das Warten für sie gelohnt. Na denn, viel Spass oder was auch immer sie hierher treibt.

FREUNDSCHAFT!

abteilung tschakka! du schaffst es!

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abteilung friss und/oder stirb

Sobald irgendwo auf der Welt etwas Schreckliches passiert, stellt sich unsereins natürlich nur eine Frage: „Was kann man denn jetzt überhaupt noch essen!?“ Und während der Durchschnittsafrikaner diese lustige Frage wohl mit nur mit Magenknurren beantworten kann, macht der hiesige Überfluss es uns da nicht ganz so einfach. Obwohl doch schon bis zu 50% unserer Lebensmittel in die Müllverbrennungsanlage sortiert werden, bevor sie es überhaupt in die Kühlregale unserer Supermärkte schaffen. Da sollte doch der Rest, von dem wir kläglich zehren, zumindest halbwegs geniessbar sein. Aber das sind eben die Schattenseiten des Fressalienoverkills unter dem die Menschen in der ersten Klasse dieser Welt leiden müssen, da macht sich der Drittwelt-Hungerleider gar keine Vorstellung von. Also Augen zu und Mund auf, bzw. umgekehrt, der BrummKreisel hat für seine verängstigte Leserschaft einmal die gängigsten Futtermittel auf ihre Verzehrfähigkeit hin vorgekostet. Und aus dem dabei entstandenen Erbrochenem haben wir folgenden Erfahrungsbericht zusammengepuzzelt:

japanische Spezialitäten

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Besondere Vorsicht ist derzeit natürlich bei diesem ganzen widerlichen Fidschi-Frass geboten. Obwohl sowas natürlich eh kein normaler Mensch essen würde, süss-saure Katzenbabys oder was diese Schlitzaugen da so alles in sich reinstopfen, widerlich! Doch Obacht, mittlerweile werden selbst unsere einheimischen Spezialitäten wie Sushi oder Wokpfanne von den Japsen kopiert und in schlechter Qualität auf den heimischen Markt geworfen. Wir empfehlen: Süss-saure Katzenbabys lieber beim Innungsfleischer des Vertrauens kaufen!

Fisch

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Trotzdem ja jahrzehntelang jede dahergelaufene Atommacht ihre A- und H-Bomben in Poseidons Buffet gezündet hat, ist jetzt das Geschrei über den japanischen Pimpf der sein bisschen Uranurin ins Becken pisst, gross. Dieses unverschämte Verhalten dürfte die Nachfrage auf Wochen hin verseuchen, und das, wo wir die Meere doch fast schon leergefischt hatten. Laut einiger führender Experten für Horrorszenarien und Panikmache werden sich die Fischbestände nun wohl explosionsartig erholen, den Meeresspiegel durch ihre schiere Masse um mehrere Meter ansteigen lassen und anschliessend die Weltherrschaft an sich reissen.

Atompilze

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In Bayern immer noch eine sehr beliebte regionale Spezialität, denn die Schwämme saugen all die wunderbar urige Gemütlichkeit des heimeligen Bergvolkes auf und speichern sie in den Lamellen. Kleine Nebenwirkungen wie logopädische Schäden, die sich in unverständlichem Nuschelgemurmel äussern oder Hirnzellenschwund, der dazu führt das die Eingeborenen dieses Kauderwelsch als Dialekt wahrnehmen, sind zu verschmerzen. Und da die Geschmacksnerven der Ureinwohner ohnehin mit Weisswurst und Weizenbier komplett abgetötet wurde, stört sie der faulige Geruch auch nicht weiter.

Kernobst

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Nachdem das Streuobst ja derzeit zur Bekämpfung der Flüchtlingswellen in Libyen gebraucht wird, muss der Deutsche wohl oder übel wieder zum Kernobst greifen. Doch das ist nicht ohne Tücke, schon bei der Spaltung der Früchte sollte man darauf achten, den Kern möglichst nicht zu spalten, sonst kann man schöne Kettenreaktionen wie Kirschkernketten völlig vergessen. Vorsicht ist auch geboten, wenn man z.B. zuviele Kerne verschluckt, das könnte u.U. einmal in zehntausend Jahren zu einem Blindarm-GAU führen, der dann unkontrolliert unangenehme Abfälle im ganzen Körper verteilt.

Strahlungsabfall

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Hatte in letzter Zeit viel schlechte Presse, doch schön in Salzlake eingelegter Strahlungsabfall kann bedenkenlos als Trinkwasserzusatz genossen werden. Wichtige Mineralien und Spurenelemente wie Iod oder Caesium, die in unserer hypermodernen Ernährung oft Mangelware sind, können nur durch den Genuss von Assesalz dem Körper zugeführt werden. Allerdings sollte man stets auf das Halbwertsdatum achten, wenn das unter 10.000 Jahren liegt, sollte man lieber zu frisch angereicherten Produkten greifen.

abteilung schreck lass nach

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abteilung die gedanken sind frei, das muss doch reichen

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Freiheit, ach hör mir auf mit Freiheit, was hat man uns damals beim Anschluss ans mittelhalbgrossdeutsche Reich nicht für blumige Versprechungen in die vorblühenden Landschaften gepflanzt. Und nun, stehen wir da mit unserer Reisefreiheit und können doch nirgendwo hin. Und warum? Weil diese ganzen Ausländer nach unseren Produkten auch noch unsere Freiheit raubkopieren müssen. Grade in Nordafrika, wo man sich immer so schön über die putzigen Kameltreiber amüsieren konnte, machen die jetzt plötzlich einen auf Selbstbestimmung. Schlimm, wirklich schlimm diese Zustände, dabei hatten wir den dort herrschenden Demokraten doch extra die ganzen Waffen verkauft, damit sie da unten für Ruhe und Ordnung sorgen und uns die bettelnden Hungerleider vom Hals halten. Im Urlaub mag sowas ja auf folkloristische Art noch ganz niedlich sein, aber zu Hause müssen wir sowas doch bitteschön nicht haben. Uns schlottern doch schon die Knie, wenn demnächst auch Ostvölker ihren Arbeitsplatz innerhalb der EU frei wählen dürfen, ausgerechnet jetzt wo so schön Aufschwung is und alles. Mit diesen ganzen Freizügkeiten, vor allem mit der Reisefreiheit können die doch gar nicht vernünftig umgehen, sieht man ja. Schippern in irgendwelchen Nussschalen nach Italien, dabei ist das doch touristisch schon seit Jahrzehnten völlig „out“. Da darf man denen doch nicht zur Belohnung auch noch Touristenvisa ausstellen. Bei uns war das damals noch was anderes, wir wurden schliesslich vom Kommunismus befreit, mit allen anderen Formen der Diktatur hat die freie Marktwirtschaft eigentlich keine Probleme. So wird diesmal auch bestimmt kein US-Präsident kommen und uns angröhlen: „Mrs. Merkel, tear down this wall!“ Die liebgewonnene „Festung Europa“ muss standhalten, unserem Lebensstandard zuliebe.

abteilung gans natürlich

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Der Sascha zeichnet übrigens öfter mal, meist sogar jeden Tag einen Menschen.

abteilung Atom, Alarm, Auweia!

Bitte verzeiht, dass ich gleich zum Texteinstieg eine reißerisch-schlechte Alliteration verwende, die auch einem privaten Fernsehsender oder der „Zeitung“ mit den vier großen Buchstaben gut zu Gesicht gestanden hätte! Doch ich hielt es dem Thema gegenüber durchaus für angemessen.

In Fuckyoushima ist ein AKW verraucht, Tschernobyl feiert sein 25ig jähriges Bestehen als Luftkurort – und alle drehen komplett frei. Auch in der sonst so um Seriosität bemühten ARD-Tagesschau, ist ständig vom „Supergau in Tschernobyl“ die Rede. Zur Erinnerung: GAU= Größter Anzunehmender Unglücksfall – was sich bekanntlich nicht steigern lässt. „Super“ ist daran nur, dass der unterprivilegierte Sowjetmensch danach nicht massenhaft in unsere wunderschöne Bundesrepublik emigriert ist, sondern brav in seinen ihm zugewiesenen Reservaten jenseits unserer Grenzen verblieb. Millionen von verstrahlten, Einlass begehrenden Russen und Ukrainern, das, ja das, wäre ein Szenario, dem sogar ich das Prädikat „Supergau“ verleihen würde. Aber so möchte ich dann doch lieber bei Un- oder Störfall – oder meinetwegen auch GAU bleiben.

Jedenfalls scheint nach Fuckyoushima nichts mehr zu sein, wie es war. Denn jetzt hat es eine hochentwickelte Industrienation erwischt und nicht nur vermeintlich dümmliche Waldbewohner, welche die hochkomplexe Technik ihres antiquierten Graphitofens gern mal mit dem Vorschlaghammer bedienen. Das zeigt uns auf, wie verwundbar wir sind. Und das nicht wir die Technik, sondern die Technik uns im Griff hat. Auweia!

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In der Konsequenz werden nun die Rufe nach einem Atomausstieg wieder lauter. Und sonst so sattelfeste Polit-Titane wie beispielsweise der von allen heiß geliebte Stefan Mappus, kippen reihenweise um. Schade! Chance vertan!!! Anstatt einen Arsch in der Hose (bei Politikern von Rückgrat zu sprechen, fällt mir schwer) zu haben und mit offenen Karten zu spielen, wird dem Volk auf’s Maul geschaut und tunlichst auch nach selbigen geredet. Was allerdings in der Sache niemanden weiter bringt, da Alternativen (noch) fehlen.

 Obwohl, vielleicht gäbe  es da noch etwas: Wie wäre es denn eigentlich damit, Energie zu sparen? Gewiss, das ist natürlich längst nicht so populär, wie am Sonntag mit der vollklimatisierten Luxuskarosse zur nächsten Anti-Atom-Demo zu brettern, es könnte aber dem eigentlichen Ziel, nämlich dem, eine Energiewende herbeizuführen, durchaus dienlich sein.
So, jetzt werde ich mir ’nen leckeren Kaffee kochen und es mir in meinem wohltemperierten Wohnzimmer vor meinem 52 Zoll Plasma-TV gemütlich machen. Gleich kommen Nachrichten…

Den Lesern eine schöne Woche und dem BrummKreisel einen guten Neustart, wünscht „Gastarbeiter“ Veith Klapp.

abteilung diskussionskultur

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abteilung Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei

Ach, was muß man oft von öden
Adelsblagen sehen und lesen!
Wie zum Beispiel diese beiden,
Welche Kate und William heißen;

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Die, anstatt in Ruhe und Sitte
Sich vermählen mit der Sippe,
Unsereins noch damit quälen
auf fast allen TV-Kanälen
Insgeheim noch drüber lachten
Wie die Untertanen schmachten.
Ja, zur Maßlosigkeit,
Ja, dazu ist man stets bereit!
Renten kürzen, Schulen schließen,
Alte, Kranke, Arme trietzen,
Das ist freilich angenehmer
Und dazu auch viel bequemer,
Als mit Fleiss und Schweiße
Trotzdem leben in der Scheiße,
Wie die meisten Untertanen,
Welche diesen Pomp bezahlen.
Aber wehe, wehe, wehe!
Wenn ich auf das Ende sehe!!
Mag der Ruhm noch herrlich kling`
Bedenkt wies Di und Dodi ging!

2 Antworten zu “Allet wie jehabt!

  1. Ich liebe diesen Humor, ich brauche diesen Humoris mus sonst könnte ich das brummen im Kopf vor lauter Kapitalis mus -> mus -> mus -> mus nicht aushalten, habe mir erlaubt Brummkreisel auf meine Webseite zu verlinken.

  2. Pingback: Salz, Salz Baby | Grillratte

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